MAN TGA XL 4x2

(Revell 7550 , 1:24)

Der MAN TGA ist auf typischer Vertreter moderner Lkws. Die niedrige XL Kabine wird oft im Baustofftransport oder Baustellenfahrzeugen verwendet. Der Bausatz stammt von Revell. Dieser basiert auf dem MAN TGA Bausatz (Nr. 3811) von Italeri. Die beiden Bausätzen unterscheiden sich lediglich in der Kabine. Bei Revell gibt es die niedrige XL-Kabine während Italeri's Bausatz die große XXL beinhaltet. Gegenüber dem Bausatz wurde diverse Veränderungen vorgenommen:

  • Lenkbare Vorderachse
  • geänderte Radnaben an der Hinterachse
  • verkürzter Radstand
  • Ergänzungen im Innenraum
  • zusätzlicher Dachgarten und Firmenschild
  • komplette Anschlüsse für den Auflieger

Die Anschlüsse an der Zugmaschine wurden ergänzt. Dazu wurden Teile von M&G Mouldings und Revell verwendet. Die Schläuche sind selbst hergestellt. Die Löcher am Königsrahmen wurden mit einem 0,8mm Bohrer durchbohrt.

Leider sind bei Italeri's New Concept Bausätzen die Vorderachsen nicht mehr lenkbar ausgeführt. Dieser Mangel lässt sich aber mit ein wenig Aufwand beseitigen. Zuerst wird von oben ein 1mm Loch durch die Radaufhängung in den Achsschenkel gebohrt. Danach werden die Radaufhängungen mit einem Messer vorsichtig von der Achse abgetrennt. Im nächsten Schritt wird ein 1mm Rundstab (z.B. von Evergreen) in das Loch der Achse geklebt und der Radträger auf den Rundstab aufgesteckt. Aus einem L-Profil wird das untere Lager (im Bild unten) zurecht geschnitten. Dieses wird an den Achsschenkel gehalten und das zu bohrende Loch angezeichnet. Danach wird das Loch in das untere Lager gebohrt. Nun kann das untere Lager auf die Achse gesteckt und mit dem Radträger verklebt werden. Die Spurstange muss ebenfalls angepasst werden. Zuerst wird in die Anlenkpunkte ein 0,8mm Loch gebohrt. Anschließend wird an den Anlenkpunkten die Spurstange von den Anlenkelementen getrennt (linkes Bild). Mit einem 0,8mm dicken Rundstab werden die Teile wieder miteinander verbunden, aber nicht geklebt! (rechtes Bild) Mit einem heißen Schraubendreher werden die Enden des Rundstabes verschweisst. 

 

Der Radstand des Modells wurde gekürzt. Dazu wurde das Chassis wie im Bild gezeigt zerschnitten. Die kurzen Teile (Bildmitte) wurden entfernt und das Chassis wieder zusammen geklebt. An der Klebestelle wurde von innen noch eine Verstärkung (0,5mm Plastikplatte) eingeklebt.

Die Kotflügel wurden abgetrennt, da das Chassis in einer anderen Farbe lackiert werden sollte. Es stellte sicher aber später heraus, dass es besser ist, die Kotflügel am Rahmen zu belassen und mit der Hand zu lackieren.



Ein weiterer Problempunkt des MAN Bausatzes ist der Motorraum. Aufgrund des fehlenden Motors bleibt ein großes Loch an den vorderen Kotflügeln und zur Rückseite, dass verkleidet werden sollte. Dies erreicht man durch zurecht geschnittene Plastikplatten (weiße Teile im Foto), die eine Motorverkleidung simulieren. Die Kotflügel der Vorderachse wurden vorne ebenfalls ergänzt. 

Da die Zugmaschine ohne Spoiler geplant war, wurden die Seitenspoiler abgetrennt. Der im Bausatz vorhandene Dachspoiler wurde ebenfalls weggelassen.

 

Der Bausatz hat keinerlei Innenverkleidung, weshalb zumindest die Rückseite mit einer Plastikplatte verkleidet wurde. Nach dem Einbau der Plastikplatte wurde der Innraum komplett mit Flock Material ausgekleidet. Die Inneneinrichtung wurde mit ein paar Details, wie z.B. Fernseher, Warnweste und einer Flasche aufgewertet.

 

Die Bausatz Radnaben (links) wurde gegen originalgetreuere Radnaben (rechts) ausgetauscht. Dazu wurde die original Radnabe harausgetrennt (mittle). Die Trittstufen werden mit einem 0,8mm Bohrer ausgebohrt.

 

Das Aufbohren des Auspuffendrohres und das Ausmalen mit schwarzer Farbe ist schnell erledigt und ergibt ein realistischeres Aussehen.