Alclad-II

Wer kennt nicht das Problem, dass man das eine oder andere Teil gerne verchromt hätte. Bisher war das Verchromen von Teilen eine sehr aufwendige und teure Angelegenheit, da die Teile zu Spezialfirmen geschickt werden mussten (und man wusste nie, ob die Teile auch wieder heil zurückkommen). Eine fast perfekte Abhilfe schafft hier das Produkt Alclad-II aus England. Der erzielte Chrom-Effekt kommt einer echten Verchromung sehr nahe, kostet aber nur einen Bruchteil man muss seine Teile nicht verschicken.

 

Ich war zuerst sehr skeptisch, ob dieses 'Wundermittel' wirklich was taugt. Aber die Ergebnisse sprechen für sich. Das unten gezeigte Rad wurde mit Alclad-II behandelt, und man glaube es oder auch nicht, man kann sich darin spiegeln!

 

Die Verarbeitung von Alclad-II ist problemlos. Zuerst muss das entsprechende Teil glänzend schwarz (am besten ist Revell's Nr. 7) lackiert werden. Aber Vorsicht, jede Unebenheit im Lack wird später auch auf der Chromoberfläche sichtbar. Nachdem die schwarze Farbe getrocknet ist, wird mittels Airbrush (feine Düse verwenden) zwei bis drei hauchdünne Schichten Alcald-II nass in nass aufgetragen. Alclad-II trocknet sehr schnell, aber man sollte doch einen Tag warten, bevor man die Teile weiter bearbeitet. Mit Polierwatte kann der Glanz noch etwas gesteigert werden, aber man sollte nicht zuviel und zu stark polieren, da sonst die Gefahr besteht, dass die Schicht Alclad-II wieder abgetragen wird.

Anhand einer Aufliegerfelge von Italeri soll die Anwendung von Alclad-II "Polished Aluminium" gezeigt werden. Das Vorgehen ist für die anderen Alclad-II Farben, wie z.B. Chrom identisch. Die Anwendung von Alclad-II ist nur mit einer Airbrush sinnvoll. 

(optional)

Dieser Schritt ist nur notwendig, falls die Felgen an einem Auflieger mit Scheibenbremsen (z.B. dem Curtainsider Trailer von Italeri/Revell) montiert werden sollen. Zuerst werden die Löcher mit einem kleinen Nagel angekörnt (1).

(optional)

Anschließend werden die Löcher mit einem 1,3mm dicken Bohrer aufgebohrt (2). 

Schritt 1

In diesem Schritt wird die gesamte Felge (Vorder- und Rückseite) mit einer dünnen Schicht Grundierung (z.B. Revell Basic Nr. 39001) überzogen.

Schritt 2

Da die Radnabe eine andere Farbe hat als die Felge selbst, muss hier erstmals maskiert werden. Am besten verwendet man flüssigen Maskierfilm (z.B. Revell Color Stop Nr. 39801). Die Felge wird soweit maskiert, bis nur noch die Rabnabe zu sehen ist. 

Schritt 3

Der gewünschte Farbton der Radnabe wird aufgetragen. 

Schritt 4

Nachdem der Farbauftrag für die Radnabe gut getrocknet ist, wird der Maskierfilm wieder vorsichtig entfernt. Zur Vorbereitung des nächsten Lackierschrittes muss nun die Radnabe mit Maskierfilm abgedeckt werden. In meinem Fall muss also die bereits rot lackierte Fläche abgedeckt werden. 

Schritt 5

Jetzt kommen wir zum interessanten Teil der Lackierarbeit. Dazu wird die Felge erst mit hochglänzendem Schwarz (z.B. Revell Nr. 7) lackiert. Diese Schicht muss gut aushärten. Dann werden zwei, sehr dünne Schichten Alclad-II aufgetragen. Je dünner der Farbauftrag ist, umso besser kommt der Effekt von Alclad-II zum Tragen. Dabei sollte die dünnste verfügbare Düse der Airbrush verwendet werden. Der Farbauftrag trocknet sehr schnell. 

Schritt 6

Jetzt kann der Maskierfilm vorsichtig von der Radnabe entfernt werden. Um den Glanzeffekt zu verbessern, wird die Felge mit Autopolierwatte vorsichtig poliert. Polierpasten sollten tunlichst vermieden werden! 

Schritt 7

Die Felge wird jetzt gemäß Bauanleitung weiter zusammengebaut. 

Schritt 8

Erst zum Schluß der Prozedur wird der Reifen auf die Felge aufgezogen. Der Reifen sollte zuvor mit einem rauhen Schleifpapier (240er Körnung) aufgerauht werden. Dadurch wirkt der Reifen wesentlich realisitischer. Wer will, kann noch das Luftventil anbringen. Dazu verwendet man am besten einen 0.4mm dicken Draht.